Für wen sich das eignet
Befristete Arbeitseinsätze und Projekte, die Überbrückung nach einem Schaden oder vor einer Fahrzeuglieferung, längere Aufenthalte ohne eigenes Auto sowie alle, die ein Fahrzeug wochenweise brauchen, ohne es zu kaufen oder zu leasen.
Ein eigener Tarif, kein Mengenrabatt
Langzeittarife werden als Monatspreis gerechnet und nicht als Tagespreis mal dreißig. Steht ein Monatstarif zur Verfügung, lohnt eine lange Kurzzeitmiete daher nur selten.
Im Gegenzug sind solche Tarife meist an eine Mindestlaufzeit gebunden. Eine vorzeitige Rückgabe führt nicht automatisch zu einer anteiligen Gutschrift, sondern kann auf den Kurzzeittarif zurückfallen.
Kilometer meist monatlich gerechnet
In Langzeitverträgen gilt häufig ein monatliches Kilometerkontingent statt einer Gesamtgrenze. Ob nicht genutzte Kilometer in den Folgemonat mitgenommen werden, unterscheidet sich je Vertrag.
Schätzen Sie den Bedarf realistisch und lesen Sie den Preis je zusätzlichem Kilometer nach. Über mehrere Monate summiert sich auch eine kleine Überschreitung spürbar.
Service, Verschleiß und Bereifung
Über Wochen fallen Service, Ölwechsel und je nach Jahreszeit ein Wechsel der Bereifung an. Der Vertrag muss festlegen, wer diese Arbeiten veranlasst, wer sie trägt und in welcher Werkstätte sie erfolgen.
Klären Sie ebenso, was bei einem Reifenschaden gilt und ob ein Ersatzfahrzeug vorgesehen ist, solange das Auto in der Werkstätte steht. Bei einer Wochenmiete ist das nebensächlich, bei einer Monatsmiete nicht.
Die Kaution über mehrere Monate
Kartenblockierungen sind bei Kreditinstituten befristet. Bei längeren Verträgen kann die Vermietung die Kaution daher erneut buchen, bevor die bestehende verfällt.
In dieser Übergangszeit sind kurzfristig zwei Blockierungen gleichzeitig sichtbar. Bei knappem Kartenrahmen sollte das eingeplant und der Kontostand gelegentlich geprüft werden.
Der Selbstbehalt gilt je Schadensfall
Der Selbstbehalt bezieht sich auf den einzelnen Schaden und nicht auf den Vertrag. Über mehrere Monate steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass er mehr als einmal anfällt.
Prüfen Sie, ob eine Reduktion bei Langzeitverträgen anders berechnet wird und ob sie je Ereignis oder je Vertrag gedeckelt ist. Bei kurzen Mieten spielt diese Unterscheidung kaum eine Rolle.
Abgrenzung zu Leasing und Auto-Abo
Langzeitmiete, Leasing und Auto-Abo sind drei unterschiedliche Verträge mit anderer Bindung, anderer Haftung und anderer Zuständigkeit für Service und Zulassung.
Die Langzeitmiete bleibt am flexibelsten und am kürzesten gebunden, ist pro Monat jedoch oft teurer. Wird ein Fahrzeug für ein Jahr oder länger gebraucht, gehören die beiden anderen Formen in den Vergleich.
Lenkerkreis und Auslandsnutzung
Über eine lange Laufzeit ändert sich der Kreis der Lenkerinnen und Lenker häufiger als geplant. Jede lenkende Person gehört in den Vertrag, und Nachträge sind nur in einer Station mit Führerschein möglich.
Für Fahrten ins Ausland gelten dieselben Genehmigungen wie bei Kurzzeitmieten, nur über einen längeren Zeitraum. Klären Sie die zulässigen Länder für die gesamte Laufzeit.
Verlängern, tauschen, beenden
Klären Sie vor Vertragsbeginn, wie eine Verlängerung abläuft, ob ein Fahrzeugtausch während der Laufzeit vorgesehen ist und welche Frist für eine Beendigung gilt.
Diese drei Punkte entscheiden, ob der Vertrag zu einem Vorhaben mit noch offener Dauer passt. Sie stehen im Vertragswerk und nicht im Monatspreis.
Vor einer späteren Buchung festhalten
- Monatstarif gegen die lange Kurzzeitmiete rechnen
- Mindestlaufzeit und Regelung bei vorzeitiger Rückgabe lesen
- Kilometerkontingent je Monat und Preis je Zusatzkilometer prüfen
- Zuständigkeit für Service, Ölwechsel und Bereifung klären
- Ersatzfahrzeugregelung für Werkstättenzeiten erfragen
- Wiederkehrende Kautionsblockierungen im Kartenrahmen einplanen
- Prüfen, ob der Selbstbehalt je Fall oder je Vertrag gedeckelt ist
- Langzeitmiete mit Leasing und Auto-Abo vergleichen
- Alle lenkenden Personen eintragen und Nachträge einplanen
- Zulässige Länder für die gesamte Laufzeit abklären
Häufige Fragen
Ab wann spricht man von Langzeitmiete?
Üblicherweise ab etwa einem Monat, wobei die Grenze je Anbieter abweicht. Entscheidend ist nicht die Bezeichnung, sondern ob ein eigener Monatstarif mit eigenen Bedingungen angeboten wird.
Ist die Langzeitmiete günstiger als eine lange Tagesmiete?
In der Regel ja, weil der Monatstarif eigenständig kalkuliert wird. Dafür bindet er meist an eine Mindestlaufzeit, weshalb eine vorzeitige Rückgabe nicht automatisch anteilig gutgeschrieben wird.
Wer trägt Service und Reifenwechsel?
Das regelt der Vertrag. Bei mehreren Monaten Laufzeit fallen solche Arbeiten tatsächlich an, weshalb vor Vertragsbeginn feststehen sollte, wer sie veranlasst und bezahlt.
Wird die Kaution während der Laufzeit neu gebucht?
Das ist möglich, weil Kartenblockierungen befristet sind. In der Übergangszeit können kurzzeitig zwei Blockierungen sichtbar sein, was bei knappem Rahmen eingeplant gehört.
Worin unterscheidet sich das Auto-Abo?
Das Abo bündelt meist Versicherung, Service und Zulassung in einer Rate und bindet länger. Die Langzeitmiete bleibt flexibler, ist pro Monat aber häufig teurer. Beide gehören nebeneinandergestellt.
Kann das Fahrzeug während der Laufzeit getauscht werden?
Nur wenn der Vertrag es vorsieht. Ein Tausch kann bei Service oder verändertem Bedarf sinnvoll sein, ist aber nicht selbstverständlich und sollte vorab geklärt werden.